EuroStoxx Banks-Index: Potenzial & Puffer    

Die EZB hält an ihrer Geldpolitik fest: Der Leitzins wurde auf der letzten Sitzung (25.7.) unverändert bei 0,00 Prozent belassen und auch der Strafzins für Overnight-Depositen von Banken bleibt bei -0,40 Prozent. Obwohl die Zins(ertrags)wende damit in weite Ferne rückt: Einerseits werden mehr Banken künftig das Tabu von Negativzinsen für Sparer brechen (und entweder ihre Kosten weiterreichen oder die Einlagen in profitableres Fondsgeschäft umlenken), andererseits überdenkt die EZB eine Staffelzinslösung, um die Banken durch einen niedrigeren durchschnittlichen Strafzinssatz zu entlasten. Wer davon ausgeht, dass dies den Margendruck des Sektors verringert, könnte sich mit einem Express-Zertifikat auf den Branchenindex breit gestreut und defensiv positionieren.

Jährlich sinkende Tilgungsschwellen – 30-prozentiger Puffer am Laufzeitende

Die Konditionen des Express-Plus-Zertifikats der HypoVereinsbank auf den EuroStoxx Banks Index (ISIN DE000HVB3QM8) werden am 30.8. festgelegt: Die anfängliche Tilgungsschwelle wird auf Höhe des Schlussstands (aktuell 82 Punkte), die Barriere bei 70 Prozent dessen festgelegt – sie liegt damit gute 20 Prozent (!) unter dem 10-Jahres-Tief vom Oktober 2009 bei 73 Punkten und ist zudem nur am finalen Bewertungstag aktiv.

Schließt der Index am ersten Bewertungstag (28.8.2020) auf oder über der Tilgungsschwelle, wird das Zertifikat vorzeitig fällig und Anleger erhalten den Nominalwert (1.000 Euro) zuzüglich Express-Kupon (77,50 Euro) ausgezahlt. Andernfalls erfolgt keine Zahlung und die Laufzeit verlängert sich zumindest bis zum nächsten Bewertungstag. Am 27.8.2021 liegt die Tilgungsschwelle nur noch bei 90 Prozent des Startwerts. Notiert der Index nun darauf oder darüber, wird das Produkt mit einer Zahlung von 1.155 Euro fällig. Ein Kurs darunter hingegen führt abermals zur Verlängerung – die neue Schwelle liegt im Jahr 2022 bei 80 Prozent des Startwerts, der ausstehende Kupon beläuft sich dann auf 232,50 Euro.

Kommt es zu keiner vorzeitigen Fälligkeit, wird am finalen Bewertungstag (28.8.2023) nur noch die niedrige Barriere betrachtet: Solange sie nicht unterschritten wird, erzielen Anleger den maximalen  Rückzahlungsbetrag von 1.310 Euro. Sollte die Aktie jedoch unter der Barriere schließen, erhalten Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der den Verlust eines Direktinvestments zum Startwert widerspiegelt. Das Zertifikat kann bis zum 30.8. ohne Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.

ZertifikateReport-Fazit: Das Express-Plus-Zertifikat auf den europäischen Bankenindex EuroStoxx Banks eignet sich grundsätzlich als defensive Beimischung für alle Aktienanleger, die darauf setzen möchten, dass sich die Ertragslage der Branche in den nächsten Jahren nicht verschlechtern und die Kurse sich seitwärts entwickeln werden.

Autor: Thorsten Welgen

Quelle: zertifikatereport.de

Veröffentlicht am 08.08.2019 um 06:53 Uhr.

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