Zeiten fallender Nahrungsmittelpreise sind vorbei


New York (BoerseGo.de) - Die Zeiten sinkender Nahrungsmittelpreise sind nach Einschätzung des US-Rohstoffhändlers Cargill vorbei. Da die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 um weitere 2 Milliarden Menschen zunehmen wird, ist mittelfristig mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen, zitiert Bloomberg die Rohstoffexperten am Montag. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht davon aus, dass die Nahrungsmittelproduktion bis zum Jahr 2050 um 70 Prozent steigen muss, um den Bedarf der Weltbevölkerung zu decken. Der steigende Lebensstandard in den Entwicklungsländern erhöht den Fleischkonsum, der zu einem überproportional großen Nachfragewachstum bei den Mastmitteln in der Viehzucht wie Mais und Weizen führt. "Die Zeiten sinkender Nahrungsmittelpreise wie in den 50er Jahren oder Anfang der 80er Jahre sind vorbei. Wir müssen mittelfristig mit fundamental begründeten Preissteigerungen rechnen, da die Nachfrage langfristig und stetig zulegen wird", äußerte Paul Conway, Vizechef von Cargill. Der FAO Food Price Index (FFPI), der die Entwicklung der Weltmarktpreise von 55 Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln zusammenfasst, notierte 2011 im Schnitt bei 228 Punkten auf einem neuen Rekordhoch. Im Vergleich zu 2010 stellte sich ein Plus von 23 Prozent ein.

© BörseGo AG 2012 - Autor: Jens Lüders

FTSE MIB Chart




Inhalte: Home + Impressum
© 2002 - 2012 - "ZERVUS" - Kozubek & Schaffelner GmbH - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr - dt. Börsen 15 Min. verzögert