Frankfurt (BoerseGo.de) - Was hat eigentlich die - inzwischen abgeklungene - Schweinegrippe mit den Devisenmärkten zu tun? Viel, wenn man das Zahlungswerk eines international aufgestellten Biotechunternehmes anschaut.
Die jüngsten Quartalszahlen von Qiagen profitierten von der Schweinegrippe, weil dadurch die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Niederländer angekurbelt wurde. Die Euroschwäche (im Vergleich zum Vorjahr) schmälerten dagegen wiederum die Einnahmen der in US-Dollar rechnenden Holländer. Der Saldo fällt aber nach Ansicht von Independent Research positiv aus.
Die Indipendent-Analysten Jens Hasselmeier & Christoph Schöndube brachten heute eine positive Qiagen-Studie in den Umlauf. Dort wird zum Kauf der - auch an der US-Wachstumsbörse Nasdaq gehandelten - Aktie geraten, mit Kursziel 19,00€.
Die Analysten lobten, dass das organische Wachstum (also ohne Unternehmenszukäufe) auch dann zweitstellig prozentual wuchs, wenn man den positiven - aber nicht nachhaltigen - Einfluß der Schweinegrippe herausrechnet. Der Konzern profitierte, so die Experten, von einer gestiegenen Nachfrage im Bereich der molekularen Diagnostik. Das Kursziel sei durch einen Vergleich mit den Bewertungen der Konkurrenten ermittelt worden.
Allerdings sollten die Investoren beachten, dass der Wettbewerb in der Branche zunehmen könnte. Außerdem seien die Niederländer nicht nur abhängig von der jeweiligen nationalen Gesundheitspolitik in den Absatzländern (mögliche Sparmaßnahmen & Preisregulierungen) sondern auch von der Pharmaindustrie, also deren Kunden.