New York (BoerseGo.de) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöht seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für das Jahr 2010 von 3,1 Prozent auf 3,9 Prozent. Für das kommende Jahr 2011 rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von 4,3 Prozent für die Weltwirtschaft. Wachstumskatalysator ist dabei das starke Wachstum in den Schwellenländern, während die führenden Industriestaaten mit hoher Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung zu kämpfen haben. Ich denke nicht, dass wir so optimistisch sind, nur etwas weniger pessimistisch als bei unserem letzten Ausblick im Oktober. Unsere Wachstumsprognose für die führenden Industriestaaten ist immer noch schwach, allerdings besser als noch vor sechs Monaten", so IWF-Ökonom Olivier Blanchard.
Während die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt, warnt der IWF, dass das Finanzsystem in den reicheren Ländern immer noch anfällig bleibt und Banken ihr Kapital weiter deutlich aufstocken müssen. Die Kreditvergabe in den Industriestaaten sei weiter zögerlich, was das Wachstum abbremst. Der IWF wiederholte seine Einschätzung, dass es aktuell noch zu früh sei, die Zinsen zu erhöhen oder die Hilfs- und Konjunkturpakete der Regierungen und Zentralbanken zurückzufahren.
Für die führenden Industriestaaten sieht der IWF für 2010 ein Wachstum von 2,1 Prozent und 2,4 Prozent für 2011. Für die Schwellenländer erhöht der IWF seine Prognose für 2010 für das Wirtschaftswachstum um 1,0 auf 6 Prozent, für 2011 erwartet der IWF dann eine Wachstumsrate von 6,3 Prozent. Besonders die starke Binnennachfrage heize das Wachstum in den Schwellenländern an, allerdings bestehe infolge der hohen Kapitalströme die Gefahr einer Blasenbildung.