Lufthansa-Memory-Express mit 4,65%-Chance, 40% Sicherheitspuffer

Kranich-Airline im Steigflug: Mitte Januar handelte die Aktie noch unter 12 Euro, aktuell kratzen die Notierungen an der Marke von 30 Euro. Geht es nach den Analysten der Société Générale, der Deutschen Bank, Bernstein Research und der Commerzbank, dann ist hier noch Luft nach oben: Ihre 12-Monats-Kursziele liegen zwischen 32 und 36,50 Euro. Lufthansa (ISIN: DE0008232125) konnte zum einen starke Zahlen für das dritte Quartal vorlegen; zum anderen wird vermutlich ein großer Teil der 1,5 Mio. AirBerlin-Passagiere pro Wintermonat (Saison 2016/17) nun bei der Lufthansa „landen“ – das sollte für Auftrieb sorgen. Anleger, die sich gegen moderate, temporäre Rücksetzer wappnen möchten, könnten das neue Memory-Express-Zertifikat der Bayerischen Landesbank (ISIN DE000BLB49G2) zeichnen – bis zum 19.12.2017 ohne Ausgabeaufschlag.

Sinkende Tilgungsschwellen – 4 Jahre Laufzeit

Der Lufthansa-Schlusskurs vom 22.12. definiert den Startkurs (auf aktuellem Niveau: 29,30 Euro), die Memory-Barriere wird auf 60 Prozent (entsprechend 17,58 Euro) festgelegt. Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag (17.12.2018) bei 95 Prozent ( = 27,83 Euro) und sinkt dann jährlich um 5 Prozentpunkte. Somit besteht eine höhere Chance, nämlich auch im Fall einer negativen Kursentwicklung, dass die Aktie am Bewertungstag über der Tilgungsschwelle notiert und somit die vorzeitige Rückzahlung des Zertifikats inklusive des Express-Kupons von 4,65 Prozent p.a. auslöst. Liegt der Aktienkurs dagegen unter der Tilgungsschwelle, aber noch oberhalb der Barriere, erfolgt nur die Kuponzahlung und die Laufzeit verlängert sich bis zum nächsten Bewertungstag (16.12.2019). Bei einem Kurs unter der Barriere fällt der Kupon zunächst aus; er wird aber nachgeholt, wenn die Aktie an einem späteren Bewertungstag wieder über der Barriere schließt.

Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung, wird der Aktienkurs am finalen Bewertungstag (15.12.2021) lediglich mit der Barriere verglichen: Unterschreitet er diese nicht, dann erfolgt die Rückzahlung des Zertifikats mitsamt des aktuellen und sämtlicher ausgefallener Kupons. Schließt die Aktie aber unterhalb der Barriere, dann erhalten Anleger keine Rückzahlung, sondern die Lieferung von 34 Lufthansa-Aktien gemäß Bezugsverhältnis (=1.000 Euro / 29,30 Euro, Bruchteile in bar). Anleger realisieren Kapitalverluste, sofern sie die Aktien später zu Kursen unter 29,30 Euro verkaufen.

ZertifikateReport-Fazit: Das Zertifikat spricht defensive Aktienfans an, die von einer Seitwärtsentwicklung der Lufthansa-Aktie ausgehen und sogar bei leicht fallenden Kursen eine vorab bekannte, attraktive Rendite erzielen möchten. Mit dem 40-prozentigen Sicherheitspuffer zum Laufzeitende lassen sich zwischenzeitliche Kursrückgänge komfortabel „aussitzen“.

Autor: Thorsten Welgen

Quelle: zertifikatereport.de

 Datum: 07.12.2017

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